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Ein LichterMEER für den Frieden

Der Krieg in der Ukraine hält an und ist somit in Europa weiterhin präsent.

Um den besorgten Bürgern von Zschepplin eine Plattform für Ihre Gedanken & Sorgen, aber auch für Zuversicht & Austausch zu geben, hat der Kindertreff "Weltentdecker" erneut zum Friedenslicht eingeladen.


Dabei haben die Initiatoren Anke, Philipp und Anne ein kleines Rahmenprogramm gestaltet. Jeder Anwesende konnte eine Schwimmkerze für den Frieden, in einer mit Wasser befüllten und Blüten verzierten alten Zinkwanne, anzünden. Mitgebrachte Friedenslichter wurden drumerhum positioniert. Die Idee sorgte für eine positive Überraschung und Freude.

Schwimmkerzen als Friedenslicht

Nach dem friedvollen Glockengeläut hat ein Gebet für die Ukraine in die Zusammenkunft eingestimmt:

Conny Reichert liest das Gebet

"Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, fliehen zu müssen: nur das mitzunehmen, was ich tragen kann, und alles andere zurückzulassen: Familienfotos, Tagebücher, Spielzeug, Kleidung und den Garten.


Ich kann mir nicht ausmalen,

wie es einem das Herz zerreißt, wenn man Abschied nehmen muss von Mann und Frau, von Tochter und Vater, von den Menschen, die Familie sind.


Ich bitte dich, Gott: Sei bei denen, die fliehen. Lass sie spüren, dass du an ihrer Seite bist. Sei bei allen, die jetzt ihre Türen aufmachen und helfen und unterstützen. Segne alle, die Zeichen des Friedens setzen

mitten im Krieg.[...]"


Anschließend erklang das Chorlied "Gib Frieden, Herr, gib Frieden" von Jürgen Henkys (1980) und verschiedene Teilnehmer haben vorab verteilte Fürbitten & Gedanken an die politischen Umstände in der Ukraine vorgetragen. Sie teilten Sorgen um die vielen Flüchtlinge & Kriegsopfer, spendeten Hoffnung, dass die politischen Verantwortlichen in der Welt nichts unversucht lassen, den Krieg zu beenden, regten zum Nachdenken an und spendeten Kraft für alle Engagierten und Helfenden.


Mit einem Blick zurück lässt sich das Sprichwort "Zeit heilt alle Wunden" gut umschreiben auf "Zeit heilt alle Ängste und Sorgen". Waren beim letzten Friedenslicht am 16.03.2022 noch knapp 50 Bürger anwesend, waren es dieses Mal circa 20 Teilnehmer. Der Krieg ist nicht verschwunden, aber wohl der erste Schock über die Tatsache, dass es Krieg in Europa gibt. Somit ist vielleicht auch die Angst entschwunden, der Krieg könnte sich nach Deutschland ausweiten. Nur vier Wochen später - unser Alltag hat uns wieder eingeholt - scheinen Ängste & Sorgen in den Hintergrund gerückt.


Brauchen wir unsere Kraft und unseren Optimismus, um das eigene Leben zu bestreiten? Ist das Thema Flucht auf dem Dorf fern, weil es hier augenscheinlich keine Flüchtlinge gibt? Sicher haben die Einwohner von Zschepplin ihre persönlichen Gründe.

Dennoch, der Krieg ist nicht vorüber.




45 Ansichten1 Kommentar

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1 comentário


anke leistner
anke leistner
15 de abr. de 2022

Die Idee mit den Kerzen war klasse und die Atmosphäre war unheimlich familiär und friedlich. Ein positives Zeichen für unsere

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Beitrag: Blog2_Post
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